1) Der „Save the Gouldian Fund" zur Rettung der Gouldamadine

Die riesigen Schwärme der Gouldamadine, die John Gilbert beschrieb, der als Sammler für den Naturforscher John Gould tätig war, gehören einer längst vergangenen Zeit an. Der Bestand der frei lebenden Gouldamadine ist so stark zusammengeschmolzen, dass diese wunderbaren Prachtfinken

in weiten Teilen ihres ehemaligen Verbreitungsgebiets ausgestorben sind. Weniger als 2.500 Gouldamadinen leben noch in ihren natürlichen Lebensräumen!

Marcus Pollard, Cooranbong, Australien

Weniger als 2.500 - wenn Sie diese Zahl erschüttert, dann zeigen wir hier eine Möglichkeit auf, dieser schockierenden Feststellung entgegenzuwirken. Weniger als 2.500 – diese Zahl war der Auslöser zur Gründung einer Stiftung zum Schutz der Gouldamadine. Es beunruhigte uns zutiefst, dass eines der schönsten Vogeljuwelen der Welt so kurz vor dem totalen Aussterben in der freien Natur steht.

Die Gouldamadine ist weltweit einer der meistgeschätzten und begehrtesten Prachtfinken, von dem Jahr für Jahr neue Mutationen gezüchtet werden. Es ist ein Vogelart, die beide vereint: die Freunde der Wildform einerseits und die Mutationsliebhaber, für die die Gouldamadine eine Herausforderung darstellt und das Potential für eine „neue" Vielfalt bereithält, andererseits. Wie kann es sein, dass ein so weitverbreiteter Volierenvogel in seinem natürlichen Lebensraum „so nah am Abgrund" steht? Doch wichtiger noch sollte die Frage sein:

„Was können Sie tun, um zu helfen"?

Sicher werden Sie wissen wollen, wer hinter dem „Save the Gouldian Found" (Stiftung zur Rettung der Gouldamadine) steht. Die Köpfe hinter dieser Spendenaktion zur Wiederansiedlung der Gouldamadine sind Mike und Elisabeth Fidler sowie meine Person, Marcus Pollard, ein Vogelzüchter aus Tasmanien. Mike beschloss, eine Gesellschaft ins Leben zu rufen, die Geld für die gesamte Bandbreite der Gouldamadinen-Schutzprojekte sammelt und die Last der Verantwortung für die Rettung der Art mit den Vogelzüchtern weltweit teilt.

Mike Fidler ist sicher manchen von Ihnen bekannt. Er kommt aus England und lebt nun in Australien. Seit seiner Kindheit züchtet er Vögel und hat Bücher über Goulds- und Papageiamadinen geschrieben. Seit 1985 bereits sucht er die abgelegensten Gebiete in Westaustralien auf und hat damals dort seine erste und bis heute einzige junge Gouldamadine im natürlichen Lebensraum erblickt, und war total begeistert.

Während der 1990er Jahre wurden Mike und Elisabeth Fidler Mitglieder des englischen Newcastle Universitäts-Forschungsteams, führten Bestandsaufnahmen durch und kartierten zahlreiche der „Hot spot-Gebiete" der Gouldamadinen in der gesamten Kimberley-Region Australiens. So untersuchten sie 2002 auch das Mornington-Naturschutzgebiet, die ehemalige Mornington Station, früher eine große Rinderfarm, und hier fanden sie eine relativ intakte Population der Gouldamadine.

Im Jahr 2003 beschlossen Mike und Elisabeth Fidler, innerhalb des „Australian Wildlife Conservancies" (AWC, Australische Naturschutzorganisation) ein Wiederansiedelungsprogramm für Gouldamadinen zu finanzieren. Die Biologen Dr. Sarah Legge und Steve Murphy wurden eingestellt, um das Forschungsprogramm zu leiten. Dieses Projekt wurde innerhalb der Stiftung eingerichtet und gibt den Vogelzüchtern weltweit die Chance, sich an der Rettung eines beliebten Symbols der Vogelliebhaberei zu beteiligen.

Das 312.000 Hektar große Mornington-Naturschutzgebiet im weiten Nordwesten von Westaustralien wurde von der Australischen Naturschutzorganisation (AWC) erworben. Die AWC besitzt Land in vielen Bundesstaaten Australiens und ist heute die größte privat finanzierte Erhaltungsorganisation des Landes.

Die Biologen haben noch nicht vollständig herausgefunden, warum diese in der Haltung so beliebte Vogelart so stark abgenommen hat. Sie vermuten allerdings, dass die Ursache eher im unkontrollierten Feuerlegen und in der Rinderhaltung liegt als irgendeine andere in der Vergangenheit geäußerte Theorie. Zukünftige Forschungen sollen dies untersuchen und den Schwerpunkt auf ein umweltverträglicheres Anlegen von Bränden, insbesondere während der Brutzeit der Gouldamadinen, legen.

Während einer feuchtheißen Woche im September 2005 wurde in Mornington die Stiftung „Save the Gouldian Fund" gegründet, um sicherzustellen, dass alle Untersuchungen an der Gouldamadine unterstützt werden können. Die Stiftung bezweckt, dass der Großteil der Spenden den Forschern direkt zukommt und nicht in der Verwaltung verschwindet.

Wir hoffen, dass diese wenigen Zeilen Vogelliebhaber weltweit ansprechen und dass Sie uns helfen, damit unsere Stiftung bedeutender Unterstützer der Maßnahmen zur Rettung von Erythrura gouldiae wird. Oder einfacher gesagt: ohne Sie bleiben unsere Hoffnungen vergeblich! Vielleicht sollten hier einige Worte des Mannes folgen, der das Projekt „Save The Gouldian Fund" ins Leben rief:

„Ich fühle mich verpflichtet, die Gouldamadinen zu schützen. Ich habe mein halbes Leben damit verbracht, sie zu studieren und etwas über sie zu lernen. Wenn ich nun sehen muss, wie die Gouldamadinen in ihren natürlichen Lebensräumen aussterben, ist das sehr tragisch . Wir wollen die Gouldamadinen erhalten, beschützen – das bedeutet, dass wir den Rückgang stoppen müssen." Mike Fidler

Die Wildpopulation der Gouldamadine braucht dringend Ihre Hilfe!

Bedenkt man einmal, welche Bedeutung die Art in der Vogelliebhaberei hat, ist es dann nicht geradezu zynisch, wenn dieser großartige Vogel für immer aus seiner Heimat verschwinden würde? Die Gründe für seinen Rückgang sind letztlich noch immer unklar, doch können mit Ihrer Hilfe die Stiftung „Save the Gouldian Fund" und die Australische Naturschutzorganisation danach suchen. Sie können einem Spezialistenteam von Wissenschaftlern helfen, das Puzzle zu vervollständigen. Die Forschungsarbeit des Teams gründet auf Erfahrungen sowohl aus der Haltung als auch aus dem natürlichen Lebensraum.

Unser Ziel ist nicht nur die völlige Aufdeckung der Gründe des dramatischen Rückgangs, sondern wir wollen auch den Trend umkehren und langfristig den früheren Bestand der Gouldamadine wiederherstellen. Im Mornington-Naturschutzgebiet existiert eines der letzten Brutvorkommen der Gouldamadine. Die dort bereits begonnenen Feldstudien werden konsequent durchgeführt. Das einzige Problem mit ökologischen Studien dieser Größenordnung in solch abgelegenen Bereichen ist jedoch, dass sie sehr kostspielig sind. Wir benötigen Ihre Hilfe bei der Mittelbeschaffung, wenn wir dieses Projekt mit Erfolg fortführen und die noch vorhandenen Restvorkommen der Gouldamadine schützen wollen. Werden Sie ein Spender, ermutigen Sie Ihre Freunde und Bekannten, und setzen Sie sich innerhalb Ihrer Vogelliebhabervereinigung dafür ein, dass sie ebenfalls aktiv in die Projekte einbezogen wird. Wir befinden uns auf einem langen Weg. Kann die Gouldamadine auch auf Ihre Unterstützung zählen?

Warum sollten Vogelliebhaber spenden?

Die Forschung deckt faszinierende Tatsachen auf, die den Vogelzüchtern helfen, die Haltung und Zucht von Gouldamadinen und anderen Vögeln zu verbessern.

Beispielsweise arbeiten Wissenschaftler zur Zeit an der Ernährung und sie werden schließlich in der Lage sein, uns genau zu erklären, welche Nahrung die Gouldamadine während der unterschiedlichen Phasen ihres Lebenszyklus benötigt. Die meisten Informationen, die wir zur Zeit über die Vogelernährung haben, stammen aus der Geflügelhaltung und –zucht und sind hier kaum hilfreich.

Alle Spender erhalten eine vierteljährlich erscheinendes Mitteilungsblatt, das Sie mit aktuellen Fortschritten über die wissenschaftliche Arbeit auf dem Laufenden hält und auch nützlich für Ihre Vogelhaltung sein kann. Es wird auch praktische Hinweise, die von anderen Vogelzüchtern mitgeteilt wurden, enthalten.

Die Vogelliebhaberei hat keinen von vornherein guten Ruf bei den Naturschutzbehörden und in der Öffentlichkeit. Die Gouldamadine ist ein Symbolvogel, der ein wachsendes Interesse in der Öffentlichkeit hat.

Wäre es nicht gut, wenn die Vogelzüchter als Retter einer Art gesehen werden, anstatt in den Ruf von Eierschmugglern und Vogelfängern zu gelangen?

Zeigen Sie den verschiedenen Tierschutzorganisationen, für die unser Hobby nur Zielscheibe ist und die uns verhöhnen, dass wir auch Geber sein können und nicht nur „Nehmer" sind, so wie wir von ihnen in den Medien dargestellt werden.

Sie bekommen die Möglichkeit, aktiv in ein wissenschaftliches Naturschutz- und Aufklärungsprogramm mit einbezogen zu werden, von der die Gouldamadine als letztendlicher Gewinner, profitiert.

Alle Geldspenden für den „Save The Gouldian Fund" werden direkt an das Gouldamadinen-Projekt weitergeleitet.

Von den bereits laufenden Untersuchungen an der Gouldamadine haben wir viele nützlich Informationen über das Verhalten und die Ernährung erhalten und können diese auf die Vogelzucht übertragen. Bitte denken Sie an die Möglichkeiten in der Zukunft: wenn wir diese Aufgabe erfolgreich beenden können, dann werden wir auch als Sponsoren für andere für die Vogelhaltung wichtigen Projekte tätig werden können.

Es ist ein Grund zur Sorge, wenn man zusehen muss, wie eine Art von der Erde verschwindet. Es ist ein Grund zur Besorgnis, und umso mehr, wenn es sich um eine Art wie die Gouldamadine handelt, die uns zu vielen Büchern inspiriert und mehreren Generationen von Vogelzüchtern so viel Freude gebracht hat – von jenen, die von ihrer Schönheit fasziniert sind, bis zu denen, die die Geheimnisse der Vogelgenetik lüften möchten.

Dies ist wahrscheinlich unsere letzte Chance, etwas für die Gouldamadine in der freien Wildbahn zu tun.

 

 

Anschrift des Autors und weitere Informationen (auf Englisch): SAVE THE GOULDIAN FUND, Marcus Pollard, PO Box 147, Cooranbong, NSW 2265, Australien; www.savethegouldian.org/, E-mail: marcus_pollard@hotmail.com.

Fotos: Mike Fidler, Australien; inhaltliche Bearbeitung: PeterRindom, Dänemark;

Übersetzung ins Deutsche und Informationen bei : Joerg Landenberger,

Gartenstr. 6, 68542 Heddesheim, Tel. 06203/403644, JL@Prachtfinkenzucht.de.

 

 

2) Die Einrichtungen zur Gouldamadinenforschung und der Fonds zur Rettung der Gouldamadine

Marcus Pollard (Australien) übersetzt von Dr. Wolfgang Rasim (Deutschland)

Die Personen

Wenn Sie das Entstehen des Fonds zur Rettung der Gouldamadine und seine Gründung im wunderschönen Mornington Naturschutzgebiet der privaten Organisation Australian Wildlife Sanctuary (AWC) verfolgt haben, sind Sie sicherlich auch interessiert an der sich gerade entwickelnden Arbeit im schon öfter erwähnten Gouldamadinen Forschungszentrum in Neusüdwales (südöstlicher Bundesstaat des Australischen Staatenbundes mit der Hauptstadt Sydney).

Sie werden mir sicherlich zustimmen: "Wer die Gouldamadine retten will, muss alles über sie wissen."

Dies ist der Versuch, genau das zu tun.

In den wunderschönen Berge von Cooranbong in Neusüdwales, da wo die Rufe des Glockenvogels erklingen, liegt das Haus des Gründers des Gouldamadinenfonds, des bekennenden Gouldamadinen-Liebhabers Mike Fiedler.

Nachdem Mike und Elisabeth vor 4 Jahren Australien zu Ihrer Heimat gemacht hatten, haben sie eine Reihe von Volieren und Vogelräumen konstruiert, wie sie Australien noch nicht gesehen hatte.

Als glücklich - zumindest aus Sicht der Gouldamadinen - entpuppte sich der Vorschlag von Doug Hill, Präsident der Prachtfinkenvereinigung von Australien, Mike möge doch Bekanntschaft mit Dr. Sarah Pryke von der Universität von Neusüdwales (UNSW) machen. Mike sah in dieser Begegnung zweier verwandter Seelen die Basis der Gouldamadinenforschung von Sarah und der Universität auf seinem Grundstück.

Die Anlage

Über Mikes persönliche Volieren wurde schon viel geschrieben und sie sind auch in vielen Liebhaberzeitschriften vorgestellt worden. Unbekannt geblieben jedoch sind seine Forschungseinrichtungen. Diesen Mangel wollen wir beheben:

Die Anlage besteht aus zwei Forschungsgebäuden, von denen das erste 9 mal 11 m groß ist und in 5 Flüge unterteilt wurde.

Dominanz-Hierachien

Jeder Flug wiederum ist 6 m lang, 2 m breit und steigt in der Höhe von 1,75 m vorne auf 3 m hinten an. Ein Grund für diesen Anstieg ist die Möglichkeit, Dominanz-Hierachien untersuchen zu können, da dominante Vögel versuchen werden, den jeweils höchsten Punkt in der Voliere zu besetzen. Jeder Flug ist mit einer Reihe von Zweigen und Nistkästen ausgestattet, die in aufsteigender Reihenfolge angeordnet sind; auch das, um durch Dominanz bestimmtes Verhalten untersuchen zu können.

Die Ergebnisse von Dr. Prykes erstem Untersuchungsthema über Dominanz-Hierachien zwischen den drei Kopf-Farbvarianten können Sie unter http://www.savethegouldian.org/science/reds.htm nachlesen. Dies ist die erste wissenschaftliche Arbeit, die im Forschungszentrum fertig gestellt wurde.

In jedem Flug ist eine 100 Watt Infrarot-Lampe so an der Decke befestigt, dass sie etwa 35 cm über dem Boden hängt. Diese Idee, die von Eelco Meyjes aus Südafrika übernommen wurde, dient als Wärmequelle für gerade ausgeflogene Jungvögel

und hilft außerdem allen Vögeln in der Voliere, die sich etwas krank fühlen. An kühlen Tagen kann man ohne Probleme die meisten Bewohner der Voliere morgens unter der Lampe sehen, um sich für die Tagesaktivitäten aufwärmen zu lassen.

Dieser Bereich des Zentrums wird zur kontinuierlichen Erforschung des Verhaltens der Gouldamadinen genutzt: Dies schließt Fragestellungen ein wie: sind Rot- oder Schwarzköpfige die besseren Eltern? Warum dominieren die Rotköpfigen über die anderen Farben? Züchten Rotköpfige besser, wenn sie in Gruppen mit anderen Rotköpfigen gehalten werden oder wenn sie mit Schwarz- und Gelbköpfigen zusammen leben? Werden Gouldamadinen auf die Kopffarbe ihrer Eltern geprägt?

Diese Experimente sind das, was Dr. Pryke ihre "Reine Wissenschaft" nennt, nämlich Forschung zur Klärung der Frage, warum die drei unterschiedlichen Kopffarben in der Natur nebeneinander existieren.

Ohne zu sehr mit Wissenschaft langweilen zu wollen will ich kurz aus Sicht eines Laien beschreiben, wie das gemacht wird:

Jeder Vogel im Untersuchungsprogramm wurde mit einem codierten Transponder an seinem Fußring versehen, der seine individuelle Identifikation im Schwarm ermöglicht.

Während der Brutzeit hat jeder Nistkasten eine Antenne und eine Leuchtanzeige, die es für einzelne Vögel erlaubt, zu erkennen, wenn sie in das Nest schlüpfen oder es verlassen und natürlich auch, wie lange sie darin bleiben.

Der Transponder erkennt, wer den Nistkasten aufsucht und die Leuchtanzeige signalisiert, wie oft er gekommen und gegangen ist. Diese Untersuchung kann hoffentlich eine Menge Informationen über die Nestgewohnheiten der verschiedenen Kopffarben liefern.

Die Transponder und Antennen werden auch zum Studium des Schwarmverhaltens genutzt, indem die relative Sitzposition jedes Vogels mit magnetisch codiertem Ring auf jedem Zweig der Voliere registriert wird.

Dies ergibt zusätzliche Informationen über die Veränderungen der Dominanz-Hierachie in dem Schwarm, beispielsweise ob sie mit dem Jahreszyklus der Vögel korrelieren.

Ernährungsforschung

Der zweite Block in dieser Anlage ist 9,8 m lang und 5,5 m breit und beinhaltet zwei Räume, die mit vielen Käfigen und dem Labor von Dr. Pryke ausgestattet sind.

Vielleicht sind es gerade die Untersuchungen, die in diesem zweiten Block durchgeführt werden, die uns Vogelzüchter am meisten interessieren: Hier finden die Ernährungsversuche statt, die zum Ziel haben, einen dem jährlichen Lebenszyklus angepassten Futterplan der Gouldamadine zu entwickeln.

Das Ziel von Dr. Pryke ist eine preisgünstige, fertig anwendbare Futtermischung, die nur aus den besten verfügbaren Rohstoffen besteht und die die besonders anstrengenden Perioden im Jahresverlauf der Goulds abdeckt,

nämlich die Regenerierungsphase und auch die anstrengenden Zeiten der Brut und der Mauser. Das Ergebnis wäre für uns Züchter sicherlich besonders interessant, da die Untersuchungen von Dr. Pryke parallel zu der Freiland-Ernährungsforschung laufen, die im Naturschutzgebiet der Australischen Wildlife Conservancy (AWC) in Mornington, Nordwest-Australien, durchgeführt wird.

Das beste aus beiden Welten!

Auch hier versuche ich Ihnen eine vereinfachte Darstellung der Hauptpunkte aus Dr. Prykes Ernährungsforschung zu geben:

Dr. Pryke ist davon überzeugt, dass die meisten Futterzusammenstellungen viel eher durch die Verfügbarkeit der einzelnen Saaten bestimmt werden als durch die Bedürfnisse der Vögel selbst. Welcher Züchter könnte dem enrsthaft widersprechen?

Das Hauptziel der Forschung ist die Messung einer Reihe von physiologischer Parameter der Gouldamadinen während der verschiedenen Stufen ihres jährlichen Lebenszyklus. Damit soll herausgefunden werden, wann die Vögel unter dem größten Stress stehen - während des Wachstums, wenn sie Mausern oder Brüten zum Beispiel. Wenn Dr. Pryke erst einmal weiß, wie Stress sich bei den Vögeln zeigt (diese Arbeit läuft gerade) wird sie versuchen, die dazu passenden Nährstofferfordernisse zu bestimmen.

Dadurch dass den Vögeln ermöglicht wird, ihre optimale Nahrung aus einer sehr großen Vielfalt von Samen zu wählen, wird sie messen können, wie sich die Anforderungen an die Ernährung (also Eiweiß, Kohlehydrate, Mineralien, Spurenelemente etc.) je nach Lebensabschnitt ändern.

Während all dieser Untersuchungen werden die Vögel einer Reihe von physiologischen Tests unterzogen,

durch die ihre Gesundheit regelmäßig überprüft werden kann. Dies erlaubt Dr. Pryke zu bestimmen, welche Futterzusammenstellung die beste für die Gouldamadinen ist und ob - und wenn ja wie - diese Mischung in den verschiedenen Lebensabschnitten geändert werden sollte.

Alles in allem also ein seriöser Versuch, eine Futtermischung für Prachtfinken wissenschaftlich zu entwickeln.

Ihre Hilfe

Stabilisierung der wilden Gouldamadinen-Bestände durch Forscher und Züchter gemeinsam: lassen Sie uns hoffen, dass dies der Beginn einer sehr fruchtbare Zusammenarbeit ist.

Bleiben Sie dem "Fonds zur Rettung der Gouldamadine" weiterhin treu und verfolgen Sie unsere Berichterstattung. Vor allem aber werden sie so bald wie möglich ein Sponsor des Projektes auf http://www.savethegouldian.org . Jeder Cent zählt.